Donnerstag, 17. August 2017

Wandertag

An die vor allem in den ersten Schuljahren mit zum Teil zu Grunde gelegtem sozialistischen Erziehungsauftrag stattfindenden Wandertage habe ich freudig teilgenommen, schließlich dauerten diese nur einige Stunden und man war abends wieder zu Hause...

Meistens ging es in die Natur, irgendwelchen Gedenkstätten huldigen oder in einen der Zoos nach Schwerin oder Rostock. Von zu Hause aus gab es Proviant und etwas Taschengeld mit, Oma stockte letzteres noch großzügig auf.

Später wurden aus den Wandertagen bzw. Exkursionen vermehrt Klassenreisen; und hier kam dann wieder die Sache mit dem Heimweh ins Spiel...






Sonntag, 13. August 2017

Der Pavillon

Der Pavillon ist ein weiterer Rückzugsort in Laubelund. Im Jahre 2000 von einem hervorragenden, mittlerweile verstorbenen Tischler an der Stelle erbaut, an dem früher der legendäre Party-Pilz stand. Unsere russischen Freunde nennen den Pavillon liebevoll Besedka (Laube). Bei Regen und allzu großer Hitze bietet er bis zu zwölf Personen ein schützendes Dach über dem Kopf, Wachkatze Boogie bezieht hier alljährlich ihr Winterquartier, aber hauptsächlich steht er für geselliges Beisammensein mit Freunden und Familie.


Der alte Party-Pilz im Jahre 1976. Über zwanzig Jahre später fiel er der umwerfenden Wirkung eines Sturmes zum Opfer.


Neubau des Pavillons im Jahre 2000.



Der Pavillon heute.


Lagerfeuer (ausnahmsweise...) im Pavillon.



Dienstag, 8. August 2017

Impressionen

So einige meiner alten und neu zugelegten Puppen fristen seit nunmehr über einem Jahr ihr Dasein im Nostalgie-Zimmer. Nicht jede passt zu einer mit Fotos erzählten Geschichte. Darum bekommen einige von ihnen hier ihren kleinen Auftritt, zum Teil begleitet von bereits gezeigten Puppen.


Eine putzige Babypuppe unbekannter Herkunft begrüßt am Eingang des Nostalgie-Zimmers im Hochstuhl jeden Besucher.


Ein Schelm, ebenfalls unbekannter Herkunft, bringt ein Puppenmädchen von König & Wernicke aus Waltershausen zum staunen.


Hier schlummert eine Puppe aus DDR-Zeiten.


Und hier “veräppelt“ eine Babypuppe von Franz Schmidt aus Georgenthal ein 3M-Baby und eine kleine Puppe von Kämmer & Reinhardt unter Aufsicht einer Schoenau & Hoffmeister aus Burggrub.


Bauernhof aus den 1950er Jahren.


Eine am Regenschirm durch den Raum schwebende Wollhaar-Puppe aus dem VEB biggi Waltershausen.


Erste Hilfe von einem Sonneberger Puppenmädchen für eine gefallene Künstlerpuppe von Artisan, begleitet von einer “geschäftstüchtigen“ Babypuppe aus der DDR.


Ein Tiemi! Seit 1979 im VEB Sonni als Antwort auf den Monchichi produziert, entworfen von einer Spielzeugdesignerin aus dem VEB biggi, Frau Tieme.


Die große Puppe von Zapf (Bianka) bekam ich zu meinem achten Geburtstag von meiner Patentante per Westpaket geschenkt; davor war sie eine typische “Tagesdecken-Dekopuppe“. 
Fast alle Puppen, die ich von “Drüben“ bekommen habe, stammen aus dem Hause Zapf.  
Das dunkelhäutige Puppenmädchen (Clara)  daneben gehört zu einer meiner ersten Puppen (VEB Sonni).


Rotkäppchen (VEB biggi) selbst kreiert. Die vormals blauen Haare habe ich mit Schaumtönung umgefärbt, die Originalkleidung entsprechend ausgetauscht. 


Nein, keine Biggi, sondern eine süße DDR-Puppe aus dem VEB Spielzeug Rauenstein, Träger des Ordens “Banner der Arbeit“...


In der kleinen Sportkarre erfreut sich eine Babypuppe von Armand Marseille (Sonneberg/Köppelsdorf) an einer Ausfahrt mit meiner süßen “Frankenstein-Puppe“, die, wie schon beschrieben, aus Körperteilen verschiedener Puppen zusammengesetzt scheint. 


Mittwoch, 2. August 2017

Ab in den Urlaub!

Dank eingeschränkter Reisefreiheit zu DDR-Zeiten ist die Urlaubsliste unserer Kindheit überschaubar: Ostsee, Elbsandsteingebirge, Spreewald, Berlin, Harz, Prag (mit dem Trabant... vier Personen!!!) und die Abschlussfahrt kurz vor dem denkwürdigen Verlassen der Polytechnischen Oberschule nach Kiew. Eigentlich war ich immer froh, wenn es endlich wieder nach Hause ging... Heimweh war als Kind mein ständiger Begleiter. Schließlich hatte ich dort ja auch alles, was ich brauchte!


Am Anfang steht das Kofferpacken, mit dem Ergebnis, dass der Koffer ja viiiel zu klein ist und ja noch sooo viel mit muss...


Gute Reise!


Ein Gruß an die Lieben daheim.

Hier "verreist" ein Puppenmädchen von Kämmer & Reinhardt aus Waltershausen, vor ihr liegend Lektüre und Ansichtskarten von ebendort.


Das “Geburtshaus“ der kleinen Reisenden: Die alte Puppenfabrik von Kämmer & Reinhardt in Waltershausen, später VEB biggi.


Zu Gast bei Freunden: Im Puppenmuseum auf dem Tenneberg in Waltershausen.


Sonntag, 30. Juli 2017

Die Bar

Die Bar ist bei Gartenpartys neben Stehtisch-Tonne und Feuerschale der absolute Mittelpunkt des Geschehens. Selbst im Winter lädt sie zum Glühwein am Feuer ein. Und schon als Kinder haben wir auf diesem Flecken Erde an den sommerlichen Feierlichkeiten unserer Eltern teilnehmen dürfen. Zwar noch nicht mit Eierlikör und auch Cola war nur selten erlaubt, aber ganz bestimmt Himbeer- oder Orangenlimonade (vom VEB Getränkekombinat Wismaria...).

Die Gartensaison begann alljährlich mit dem Osterfest und endete mit der Zeit des Laternegehens im Herbst.

Damals gab es weder eine Bar, noch einen Pavillon im Garten. Dafür hatte mein Papa einen Pilz gebaut, ein mit Reetdach überkappter Baumstamm, um den fünf kleine Baumstammabschnitte als Sitze platziert waren. Gleich daneben stand ein selbstgemauerter Grill. Ich kann mich noch gut an den Duft von in Bier eingelegten Koteletts erinnern, die direkt vom Grill auf unsere Teller wanderten; diese Art der Zubereitung habe ich wieder aufgenommen. Hmmm...


Fünf lustige Gesellen aus dem VEB biggi Waltershausen (mal wieder...), ...
... zu Gast bei zwei Bardamen aus dem VEB Sonni Sonneberg, ...
... mit der nötigen Ausstattung, die der Osten vor zirka 40 Jahren für ein kleines Stelldichein im Garten hergab.

Freitag, 14. Juli 2017

Unsere kleine Farm

Neben Wachkatze Boogie gibt es hier noch eine ziemlich große Hühnerschar, Wachteln, Zierfinken und Kanarienvögel. Zugegeben, nicht gerade eine ungefährlich anmutende Kombination, aber Boogie hat gelernt, das Federvieh zu ignorieren.




Ein Puppenmädchen vielfacher Herkunft (ich glaube, hier hatten Kopf, Körper und Haare vor dieser “Fusion“ ein anderes Leben; trotzdem: sooo niedlich!) inmitten der fleißigen Eierproduzentinnen. Sie garantieren uns das leckere Frühstücksei am Wochenende, lässt das Wetter im Sommer ein Frühstück im Freien zu, gerne auch mal Rührei mit frischem Schnittlauch aus dem Garten. Lecker!



Montag, 10. Juli 2017

Bildwerfer und Stereomat

Wir sind eine Generation, die ohne große Unterhaltungs-/Technik groß geworden ist. In den ersten Jahren hatten wir kein Telefon, keinen Plattenspieler oder Kassettenrekorder, nur einen Schwarzweißfernseher und ein Röhrenradio. Aber wir Kinder hatten eines: Den Jugendbildwerfer “Pouva Magica“!

Wenn Papa die Zeit dazu fand, es abends früh dunkel war, wurde der Bildwerfer auf dem Kachelofen platziert, zur weißen Kinderzimmertür ausgerichtet und ein Märchen auf “Color-Bildband“ der DEFA eingelegt. Wir Kinder kuschelten uns in die Betten und Papa begann den Film per Hand (!) abzurollen; die jeweilige Geschichte zum Bild las er uns dabei vor.




Unser Lieblingsfilm war “Der Tannenbaum“ von Hans-Christian Andersen. Eigentlich eine traurige Geschichte, aber für meinen Bruder und mich bis heute unvergessen.




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Der Stereomat war “Bildergucken to go“. Liebevoll zusammengestellte Märchenbilder in eine Pappkarte gesetzt, die man durch das linsentragende Gerät beim Durchschauen ziehen musste. Einfach und einfach schön!



Dienstag, 4. Juli 2017

Draußen!

Herrlich! Auch wenn sich dieser Sommer hier bisher noch nicht von seiner besten Seite gezeigt hat, es bis zum Urlaub noch etwas dauert, konnte man doch schon einige schöne Stunden im Freien verbringen. Der Grill hat schon mehrfach lecker Steaks und Würstchen gebrutzelt, die erste große Gartenparty war ein voller Erfolg und der Garten zeigt sich wunderbar grün und blütenreich; so darf es weitergehen! 



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Die Sandkiste! Wir hatten eine am Haus und eine im Garten, war mal keine verfügbar, haben wir uns, wenn vorhanden, Kieshaufen zu Eigen gemacht. Und bei jeder neuen Buddelaktion fanden wir Verlorengeglaubtes vom Mal davor...


Spielspaß pur! Nein, hier war ich wohl gerade nicht bockig, ja, diese freudig-entspannte Ausstrahlung habe ich noch heute.

Hier sitze ich inmitten von Baustoffen, die damals zum Bau meines heutigen Zuhauses dienten: Der Ursprung von Laubelund! Das nicht gerade üppig bepflanzte Frühbeet im Hintergrund ist dem schattenwerfenden Neubau zum Opfer gefallen...

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Gartenparty!!!